Alles über Hochzeitsfotografie
Was tun, wenn Sie mit Ihren Hochzeitsbildern unzufrieden sind? Drucken E-Mail

Tipps zur Fotografenauswahl und bei nicht zufrieden stellenden Fotos
von Maren Sierach

Die Hochzeitsbilder geben nicht immer Anlass zur Freude. Manchmal sind Kunden unzufrieden mit dem, was ihnen der Fotograf liefert. Die Bilder entsprechen nicht den Vorstellungen oder Abmachungen, sind unscharf oder verwackelt. Wenn Fotograf und Kunden sich nicht einigen können, gibt es ein paar Dinge, die sie als Kunde tun können.


Gute Vorsorge ist besser als Nachsorge. Um eine solche Situation im Vorhinein zu vermeiden, ist es wichtig die Wahl des Fotografen gut zu planen. Es gibt ein paar Dinge, die sie beachten sollten.
Zunächst sollten sie sich immer die Bilder von dem Fotografen, der auch die Hochzeit fotografieren wird, zeigen lassen. Besonders bei großen Studios mit mehreren Mitarbeitern kommt dies zur Geltung, denn Fotograf ist bekanntlich nicht gleich Fotograf. Achten sie auch drauf, dass unwiederholbare Fotos, wie etwa Gruppenbilder oder Bilder vor dem Altar, nicht von Anfängern gemacht werden.


Manche Fotografen bieten sogar ein Probe-Fotoshooting (auch Kennenlernshooting genannt) an. Nutzen sie diese Gelegenheit und lassen sie z.B. Verlobungsfotos (auch Engagement Session oder eSession) anfertigen. Dann sehen sie schon vorher, was sie von dem Fotografen bekommen werden.

Besonders bei Retuschen gehen die Vorstellungen von Auftraggeber und –nehmer oft auseinander. Um mögliche Unstimmigkeiten zu vermeiden, lassen sie sich ggf. Vorher-Nachher-Beispiele zeigen, um zu sehen welche Leistungen bei einer Bildretusche enthalten sind.


Haben sie die Wahl getroffen und sich für einen Fotografen entschieden, ist es wichtig, dass sie den Leistungsumfang immer schriftlich vereinbaren. Bei digitalen Dateien sollten sie klären, ob die Bilder sichtbare Wasserzeichen enthalten. Das Wasserzeichen schützt ihre Bilder vor Diebstahl. Die gelieferte Auflösung sollte mindestens 6 Megapixel betragen, um auch im Format 20x30 gute Bildqualität zu gewährleisten.

Abschließend ist immer zu empfehlen, andere Brautpaare nach ihren Erfahrungen zu fragen. Vielleicht kann man ihnen in ihrem Bekanntenkreis einen guten Fotografen empfehlen. So können sie mit einer guten Vorbereitung und einer gewissenhaften Wahl mögliche Unzufriedenheit über die Hochzeitsfotos umgehen.

Wenn es im Nachhinein jedoch Probleme gibt, gilt es den Schaden zu begrenzen. Es gibt mehrere Möglichkeiten dies zu tun, denn oft können die Bilder entweder noch nachgebessert werden oder neu fotografiert werden. Auch gibt es noch Alternativen zu den üblichen Hochzeitsfotos, die sie nach der Hochzeit noch wahrnehmen können.


Der erste Schritt jedoch ist der zum Fotografen. Sprechen sie ihn an, fragen sie ihn, was er tun kann. Möglicherweise können die verschwommenen, verwackelten oder unscharfen Bilder durch Bildbearbeitung verbessert werden. Wenn das nicht machbar ist, kann vielleicht das Fotoshooting wiederholt werden.  

Ob der Fotograf, der die mangelhaften Bilder gemacht hat die Kosten dafür trägt oder teilweise übernimmt, sollte verhandelt werden. Wenn das Brautpaar der Meinung ist, dass der Fotograf die Schuld an den schlechten Fotos trägt, sollte dieser schriftlich zur Nachbesserung aufgefordert werden. Wenn er die Bilder nicht nachbessert, ist eine Minderung oder die volle Rückerstattung der Kosten möglich (BGB §439, 441).


Denn falls der Fotograf diesen Aufforderungen nicht nachkommt, kann oft die Schiedsstelle der Fotografen-Innung tätig werden. Auskunft erteilt hierzu die örtliche Handwerkskammer. Wenn auch die Fotografen-Innung nicht helfen kann, muss ein Sachverständigengutachten klären, ob die Leistung des Fotografen unzureichend ist. Überlegen sie sich aber, ob der damit verbundene Aufwand und Ärger die Sache wert ist.

Stattdessen können sie es noch über andere Wege versuchen. Wenden sie sich z.B. an einen anderen Fotografen, vielleicht kann er die Bilder durch Nachbesserung noch retten. Andernfalls lassen sie ein neues Fotoshooting von ihm machen. Sie könnten sich in ihren Flitterwochen im In-oder Ausland fotografieren lassen oder ein Trash-the-Dress Fotoshooting machen. So gibt es doch einige Chancen, die sie haben, sollten sie mit den gelieferten Fotos unzufrieden sein.


Alles in allem, ist es am besten bei der Wahl eines Fotografen gute Vorkehrungen zu treffen. Überlassen sie die Qualität ihrer Bilder nicht dem Zufall und entscheiden sie sorgfältig, wer sie an ihrem Hochzeitstag fotografieren soll. Sind die Bilder einmal geschossen und sie sind dennoch unzufrieden mit ihrem Ergebnis, haben sie immer noch Möglichkeiten die Bilder nachbearbeiten zu lassen oder ein neues Fotoshooting zu machen. Für welchen Weg sie sich auch entscheiden, er wird ihre Unzufriedenheit mindern und am Ende werden sie doch noch schöne Bilder mit guten Erinnerungen an ihren Hochzeitstag haben.

 
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