Alles über Hochzeitsfotografie
Fotografieren in der Kirche Drucken E-Mail

von Andreas Langensee - Langensee Fotografie

Für viele Brautpaare gehört eine kirchliche Trauung fest zur Hochzeit und ist oftmals der Höhepunkt eines Hochzeitstages.

Eine professionelle Hochzeitsreportage von einem guten Fotografen geht in der Regel über den ganzen Tag und macht es so möglich, dass die vielen großen und kleinen Momente des Tages eingefangen werden können. Natürlich gehört dazu auch die kirchliche Trauung und es ist daher nur allzu gut verständlich, dass auch hierbei schöne Fotos entstehen sollen. Damit diesen besonders emotionalen und bewegenden Bildern nichts entgegensteht, möchte ich Ihnen einige Tipps aus meiner langjährigen Erfahrung mit Hochzeitsreportagen auf den Weg geben.

 


Foto: Andreas Langensee

Sprechen Sie mit Ihrem Pastor

Der sicherste Weg, an Ihrem Hochzeitstag keine bösen Überraschungen zu erleben, ist, wenn Sie das Thema Fotos direkt im Vorgespräch mit Ihrem Pfarrer ansprechen. Bedenken Sie bitte, dass die Trauung eine religiöse Zeremonie ist und kein Pfarrer ein Interesse daran hat, aus der Trauung ein Fotoshooting werden zu lassen. Aus diesem Grund und oftmals leider auch aufgrund schlechter Erfahrungen schränken viele Pfarrer die Möglichkeiten für Hochzeitsfotos ein wenig ein. Allerdings gibt es oftmals die Möglichkeit, Ihrem Pfarrer die Bedenken zu nehmen.

Ein Fotograf reicht

Oft geht es gar nicht um das Bildermachen an sich, sondern es besteht die Angst, dass die Zeremonie empfindlich durch das Fotografieren gestört werden könnte. Bitten Sie Ihre Hochzeitsgäste (z.B. durch einen entsprechenden Hinweis im Liederheft) darum, während der Trauung nicht zu fotografieren, da ein Profi hierfür engagiert wurde.

 

 Foto: Andreas Langensee

 

Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten

Ein guter Fotograf verzichtet in der Kirche vollständig auf den Einsatz eines Blitzes und arbeitet nur mit dem vorhandenen Licht. Dank der neuen hochempfindlichen Digitaltechnik vieler Kameras ist dies ohne weiteres möglich. Durch den Verzicht auf störendes Blitzlicht, kann der Fotograf oft unbemerkt und ohne zu stören traumhafte Bilder einfangen.

 

  Foto: Andreas Langensee

 

Profi = professionelles Auftreten

Suchen Sie sich Ihren Fotografen auch hinsichtlich eines professionellen Auftretens aus. Quietschende Turnschuhe auf dem Kirchenfußboden oder eine farbenfrohe Kleiderwahl lassen den Fotografen zu einem unübersehbaren Teil der Zeremonie werden. Gute Fotografen achten auf leises Schuhwerk und eine dezente (z.B. schwarze) gepflegte Kleidung. Damit wird der Fotograf im besten Fall in der Kirche kaum wahrgenommen und die Hochzeitsgesellschaft kann die Zeremonie ungestört genießen.

Einschränkungen und was man daraus machen kann

Sie haben alles versucht, aber leider wird es doch einige Einschränkungen geben, bei denen der Pfarrer nicht mit sich reden lässt? Auch dann können wunderschöne Bilder entstehen.

Werden nur Bilder vom Einzug und vom Auszug zugelassen? Dann kosten Sie diese Wege möglichst gut aus. Gehen Sie langsam, genießen Sie diese Schritte und geben Sie so Ihrem Fotografen die Möglichkeit, viele schöne Bilder einzufangen. Bitten Sie Ihren Pfarrer, dass dieser am Altar auf Sie wartet, wenn die Braut beispielsweise von ihrem Vater in die Kirche geführt wird. So können Sie sichergehen, dass Sie auf den Einzugsfotos in voller Größe zu sehen sind und nicht nur der Pfarrer. Ist das nicht möglich, lassen Sie dem Pfarrer einfach einen kleinen „Vorsprung“ und halten Sie etwas Abstand.

 Bekommt der Fotograf einen festen Standpunkt außerhalb des Altarraums zugewiesen? Dann denken Sie bei den wichtigen Elementen der Zeremonie wie z.B. dem Ringwechsel und dem anschließenden Kuss daran, sich zueinander zu drehen. Ansonsten bekommen Sie möglicherweise vom Ringwechsel etliche wunderschöne Bilder – von Ihren Rücken.

  Foto: Andreas Langensee

Besondere Momente besonders auskosten

Ihnen sind emotionale Bilder der ergreifenden Momente einer Trauung besonders wichtig? Dann genießen Sie diese und geben Sie Ihrem Fotografen die Chance, diese Momente auch festzuhalten. Ein schneller und kurzer Kuss nach dem Ringwechsel für den Bruchteil einer Sekunde ist auch für geübte Fotografen eine echte Herausforderung. Lassen Sie sich Zeit und kosten Sie diesen Kuss besonders aus. Schauen Sie Ihrem Partner tief in die Augen, wenn Sie sich das Eheversprechen geben – es sind Ihre Momente und keiner wird Sie hetzen.

 

Foto: Andreas Langensee
Foto: Andreas Langensee
 

Der Auszug – keine Rennstrecke

 Die Trauung ist beendet und Sie möchten nun endlich Ihre Familie und Ihre Lieben in die Arme schließen, aber erstmal steht noch der Auszug aus der Kirche an. Hier gilt das gleiche wie beim Einzug: Genießen Sie diesen Moment. Oftmals streuen Kinder Blumen auf Ihren Weg. Halten Sie ruhig einen Augenblick inne, gerade Kinder haben es selten eilig beim Blumenstreuen und lassen sich alle Zeit der Welt – hierdurch können unvergessliche Bilder entstehen. Denken Sie immer daran: Sie sind die ersten, die die Kirche verlassen, alle anderen müssen eh auf Sie warten.

 Wenn Sie sich für einen Fotografen entscheiden, lassen Sie sich auf jeden Fall auch Bilder aus der Kirche zeigen. Bei schönem Sommerwetter in einem Park können viele Fotografen gute Bilder machen. In einer dunklen Backsteinkirche ohne viel Beleuchtung erkennt man, welche Fotografen außergewöhnlich gut sind und kann diese von „Schönwetterfotografen“ unterscheiden.

Ihr Andreas Langensee
Langensee Fotografie
www.Langensee.de

 
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